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- Convenors:
-
Henry Kammler
(LMU München)
Saskia Brill (Ludwig-Maximilians-Universität Munich)
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- Format:
- Workshop
- Regional groups:
- Indigenous North America
Short Abstract
Indigene politische Bewegungen & Autonomien Nordamerikas sind in Transformation. Sie entfalten größere Reichweite und wachsende Wirtschaftkraft. Ressourcenkonflikte werden heftiger, Zugehörigkeiten umkämpfter. Dieses Brennglas global wirksamer Prozesse bedarf dringend ethnologisch geschärfter Optik.
Long Abstract
Indigene Gemeinschaften in Nordamerika sind unter Bedingungen wachsender innen- und außenpolitischen Spannungen sowie des beschleunigten Klimawandels auf besondere Weise in Bewegung. Aushandlungsprozesse um Infrastrukturen, Körper, Ressourcen und Zugehörigkeiten prägen dabei sowohl die Dynamiken des Affizierens und Affiziertwerdens, als auch Visionen von Gesellschaft, Gemeinschaft und Abgrenzung. So werden nationalstaatliche Grenzregimes, die durch Trumps Zoll- und Abschottungspolitik neue Bedeutung erlangen, unterlaufen oder blockiert. Konflikte um Zugehörigkeiten werden anhand von angepassten Mitgliederverwaltungen einzelner Stammesregierungen deutlich. Entlang der Auseinandersetzungen um Zugriff auf, Teilhabe an und Schonung von Ressourcen bilden sich immer neue Allianzen. Dabei ermöglichen neuerworbene ökonomische Spielräume ihrerseits politische Bewegungen und die sie begleitenden bzw. verstärkenden kulturindustriellen und medialen Produktionen, die mit globalen Heils- und Heilungsbotschaften stark auf der affektuellen Ebene angesiedelt sind. Dieser Workshop will die vielfältigen indigenen Bewegungen Nordamerikas nachzeichnen und mit Blick auf ihre lokale, nationale sowie internationale Relevanz näher deuten.
Participants are kindly asked to be prepared for holding their contributions in English if needed.